Mountainbiketour zur Caleta de la Madera und Punta Jandia

Mountainbiketour_Punta-Jandia_Fuerteventura

Vegetationslose Landschaft.

Meine zweite Mountainbiketour auf Fuerteventura begann wieder im Ferienort Morro Jable. Diesmal startete ich aber noch früher, denn ich hatte einige Kilometer mehr auf dem Plan stehen. Also bin ich mit einem Sonnenaufgangs-Picknick am Strand in den Tag gestartet. Besser geht’s nicht.

Sonnenaufgang-Morro-Jable
Sonnenaufgangs-Picknick vor der Tour in Morro Jable

Die ersten 12 Kilometer waren identisch zur Tour Richtung Cofete.
Dann radelte ich geradeaus auf wunderbaren Offroadpisten Richtung Punta Jandia.
Hier kam ich mir schon beim ersten Mal vor wie auf dem Mars:
Absolut keine Vegetation, typische starke Fuerteventura-Winde und vor allem grenzenlose Freiheit. Ich radle schon mein ganzes Leben lang – aber solch einen Spaß bei Radtouren hatte ich selten.

Caleta-de-la-Madera_Fuerteventura
Der von starken Nordwinden verwehte Weg zur Caleta de la Madera

Starker Nordwind, Sand und Schweiß

Zwischendurch traf ich noch auf zwei weitere Mountainbiker aus Deutschland. Wir fuhren ein wenig gemeinsam, bevor ich dann ca 4 Kilometer vor dem Punta Jandia, auf Höhe Punta Salinas, rechts ab in Richtung Caleta de la Madera bog.

Das sollten dann meine härtesten und besten 2,5 Kilometer in den ganzen 14 Tagen werden.

Der starke Nordwind blies mir permanent entgegen, und der sandige Untergrund tat sein Bestes, um mir den Schweiß auf die Stirn zu treiben. Für diese Strecke habe ich ca 45 Minuten gebraucht. Das ist ein vielfaches langsamer als ich normalerweise radle. Mein Durchschnitt liegt bei gemütlichen 16 km/h (in normalem leicht hügeligem Gelände). Das war hier aber keinesfalls zu schaffen.

Immer wieder musste ich zum Trinken absteigen.

Der Wind hätte mich mangels Konzentration beim Trinken sonst gnadenlos umgeworfen. Und je näher ich der Caleta de la Madera kam, desto feinsandiger wurde der Untergrund. Also schob ich einige Meter, um dann den nächsten Radlversuch zu starten. Aber schon nach wenigen Zentimetern war mein Vorderreifen erneut bis zu den Speichen im Sand eingesunken.

Ich habe mich dann irgendwann entkräftet der Natur ergeben und schob mein Fahrrad bis zur Caleta. Allerdings war jede einzelne Sekunde dieser Strecke ohne Ausnahme ihre Anstrengung wert. Selten in meinem Leben habe ich so ausdauernd und heftig geschwitzt – gleichzeitig laut dabei gelacht und ungeahnte Kräfte in mir freigesetzt. Wahnsinn, was 2,5 Kilometer Gegenwindradeln in einer unwirtlichen Umgebung, fernab jeglicher Zivilisation, mit einem anstellen können.

Caleta-de-la-Madera_Fuerteventura-Mountainbiketour
Viel Spass auf dem Weg zur Caleta de la Madera bei starkem Gegenwind
Jandia Massiv und Playa de la Cofete

Nach ein paar Metern erreichte ich schließlich die Caleta de la Madera und wurde förmlich erschlagen von fantastischen Ausblicken.
Zur Rechten blickte ich auf das Jandia Massiv mit seinem Pico de la Zarza (höchster Berg Fuerteventura’s) und auf die wilde langgestreckte Playa de la Cofete.

Caleta-de-la-Madera_Blick-nach-Cofete_Fuerteventura-Mountainbiketour
Blick Richtung Playa de la Cofete

Gefährliche meterhohe Brandung

Zur Linken bot sich mir ein unglaubliches Schauspiel in Richtung Punta Pesebre. Die Brandung toste meterhoch hinauf. Das waren sicherlich 15-20 Meter.
Ich genoss das Schauspiel der Natur, machte es mir auf einem Felsen gemütlich um meine Brotzeit einzunehmen und wollte hier nie wieder weg.

Brandung_Caleta-de-la-Madera_Blick-zum-Punta-Pesebre_Fuerteventura-Mountainbiketour
Meterhohe Brandung zwischen Caleta de la Madera und Punta Pesebre auf Fuerteventura

Aber ich hatte noch einiges vor mir: Schließlich stand noch die Fahrt zur Playa de los Ojos und zum Punta Jandia vor mir. Weitere 14 Kilometer, bevor ich am Abend den Rückweg nach Morro Jable radelte, und am Strand vor dem Hafen einen wunderbaren Sonnenuntergang geniessen durfte.

Den Rest sagen die Bilder :-)

1 Comment

  1. […] ca 12 Kilometern kam ich an eine Kreuzung. Geradeaus führt diese weiter zum Punta Jandia sowie zur Caleta de la Madera – der Weg rechts führt über eine Serpentine schön bergauf zum Jandia Massiv. Am höchsten […]

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